Nun hatten wir uns gestern einen wildromatischen Campingplatz direkt an der Daunava ausgesucht. Die Daunava (deutsch Düna) ist der grösste Strom Lettlands, entspringt tief in Russland und mündet bei Riga in die Ostsee.
Den geplanten Campingplatz haben wir nach einigen Kilometern auf Waldwegen dann auch gefunden. Er liegt herrlich, direkt am Fluss. Leider war alles menschenleer, nur 2 Kanufahrer zogen Ihre Boote aus dem Wasser. Die wollten aber nicht mit uns reden – Österreicher wie sich später herausstellte :-). Wir inspizierten die Gegend und waren etwas unschlüssig als ein Auto vorbei kam. Der Fahrer wollte die Kanufahrer abholen und fragte etwas belustigt ob wir hier übernachten wollten. Er bot uns an, mit auf seinen Campingplatz 25 km weiter zu kommen. Er hätte auch Strom und eine warme Dusche. Wir entschieden uns dann dem Vorschlag zu folgen, und verbrachten die nächsten 2 Tage eune einem schönen, kleinen Campingplatz in „the middle of nowhere“ – absolute Stille, nur die Grillen nervten :-). Somit hatte also der Campingplatz uns gefunden – auch eine neue Erfahrung :-).
Der gleich in der Nähe liegende Ort ist Kraslava, ein kleiner lettischer Ort im Weissrussischen Grenzgebiet. Hier gibt es Tankstelle, Supermarkt, Kirchen und auch einen Aussichtsturm:
1. Orthodoxe Kirche 2. Orthodoxe Kirche Garten der Katholischen Kirche Eingang zur Katholischen Kirche Marienstatue In der katholischen Kirche In der katholischen Kirche Schloss von Kraslava Schloss von Kraslava
Weiterhin git es einen 32 m hohen Aussichtsturm von dem man einen Blick auf die Daugava hat. Ich habe ja normalerweise keine Höhenangst aber der Aufstieg auf diesen Turm war schon eine Herrausforderung weil der Turm extrem wackelte. Aber der Blick hat sich gelohnt
Sehr krass fand ich die Unterschiede in der Lebensweise der Bewohner. Das haben wir aber an vielen Stellen so beaobachten können. Während die einen in alten Plattenbauten hausen stehen direkt gegenüber auf der anderen Strassenseite die Einfamilienhäuser.
Wir sind dann noch nach Piedruja gefahren um die in der Region bedeutendste Orthodoxe Kirche zu sehen. Die hat 6 Türme !! Der Ort liegt direkt an der Grenze zu Weißrussland, man kann sogar die Grenztürme der Weisßrussen sehen
Weißrussicher Grenzposten
Zum Schluss heute gibt es noch ein paar Bilder der Abendstimmung an der Daugava. Morgen fahren wir dann nach Vilnius.